Zötler Braukunst


Hoch lebe die Braukunst!

„Lasst niemals davon ab Bier zu trinken, zu essen, euch zu berauschen, zu lieben und die schönen Tage zu feiern.“
(Altertümliches Sprichwort)

Heinrich der Kempter


Die Sage:
Manchmal genügt ein kleines Stück Brot, um das Schicksal eines Menschen zu besiegeln. Diese Erfahrung musste auch Heinrich der Kempter machen, als er den Sohn eines Herzogs von Schwaben während der Hofhaltung in Bamberg verteidigte. Der kleine Junge hatte Brot von der Tafel des Kaisers stibitzt, wofür er von dessen Mundschenk gezüchtigt wurde.

Im Streit erschlug Heinrich den Mundschenk und wurde vom Kaiser zum Tode verurteilt. Aus seiner Not heraus packte der Ritter den Kaiser und hielt ihm seine Klinge unter dessen mächtigen roten Bart. Kaiser Otto war gezwungen, das Urteil aufzuheben, verbannte Heinrich jedoch vom Hof.

Viele Jahre später führte Kaiser Otto Krieg und forderte deshalb seine Lehensmänner auf, ihm zu folgen. Dem Abt von Kempten widerwillig gehorchend, zog Heinrich los, um für seinen Herrscher zu kämpfen, bei dem er in Ungnade gefallen war.

Eines Tages konnte Heinrich, während er im Zuber badete, sehen, wie der Kaiser auf eine der belagerten Städte zuritt.

Die Bürger der Stadt behaupteten, zu Verhandlungen bereit zu sein, lockten den Kaiser jedoch in eine Falle. Als Heinrich das sah, sprang er aus dem Zuber, schnappte sein Schwert und eilte dem Kaiser, nackt wie er war, zu Hilfe.

Kämpfend wie ein Bär schlug er all seine Gegner in die Flucht. Als Kaiser Otto erkannte, wer ihm zu Hilfe gekommen war, vergab er Heinrich dem Kempter.

Diese Heldentat inspirierte die Braumeister von Zötler zur Kreation des Roten Bocks.

Bierbeschreibung und Geschmack ...

Schwarzer Ritter von Rettenberg


Die Sage:
Dort, wo heute nur noch eine Ruine als Zeuge von alten Zeiten steht, stand einst die stolze Burg zu Rettenberg. Die Sage um den Schwarzen Ritter von Rettenberg nimmt ihren Anfang, als der dort ansässige Ritter auf Kreuzzug ins Heilige Land aufbrach. Viele Jahre war er fern der Heimat, erst im Kampf, später in Gefangenschaft, wo er zahlreiche Entbehrungen auf sich nehmen musste.

In diesen Jahren der Abwesenheit machte sein Freund der schönen Ehefrau des Burgbesitzers den Hof. Die Sage erzählt uns, dass er keine Gelegenheit ausließ, um die Rittersfrau davon zu überzeugen, dass ihr Mann im Kampf gefallen war und nie wieder zurückkommen werde. Und mit jedem Jahr das verging, schmolz ihre Hoffnung, ihren geliebten Mann jemals wieder lebend in die Arme schließen zu können.

Der Ritter indessen hatte sich aus der Gefangenschaft befreit und trat die gefahrvolle Reise in die Heimat an. In Lumpen, halb verhungert und ausgemergelt, klopfte er genau an dem Tag an das verschlossene Tor der Burg, an dem die Vermählung seines Freundes mit seiner eigenen Frau stattfand. Da man ihn in seinem Zustand für einen armen Bettler hielt, bekam der Ritter zu Ehren des Brautpaares einen Becher Wein. Voller Zorn und Wut warf er seinen Ehering in den Wein und lies in der Braut bringen. Doch damit nicht genug: der Ritter zog sein Schwert und erschlug das in seinen Augen gottlose Brautpaar und vertrieb die Hochzeitsgesellschaft von der Burg.

Fortan hauste er dort allein. Doch der Zorn verflog und zurück blieb eine ihn verzehrende Reue.

Und die Sage berichtet, dass er noch heute für seine Tat büßen muss. Nachts soll der Geist des Schwarzen Ritters, wie er seither genannt wurde, immer um die Burgruine reiten und jammern: „Da drinnen liegt sie. Ich habe sie gemordet. Vergib mir!“

Bierbeschreibung und Geschmack ...




© 2017 Privat-Brauerei Zötler GmbH  .  Grüntenstraße 2  .  87549 Rettenberg  .  E-Mail: zoetler@zoetler.de  .  Tel: 08327 / 9210  .  Fax: 08327 / 7487