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Zötler Post
Sonderausgabe Juni 2010
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Zötler Post Nr. 76 2/2009

 

Lesen Sie in der neuen Ausgabe Nr. 76 2/2009 der Zötler-Post...

  • Zötler Umwelt Preis 2009
  • Zötler Qualitäts-Managementsystem offiziell von DEKRA Prüfern bestätigt! 
  • Seniorchef Herbert Zötler feiert 85. Geburtstag 
  • Interview mit der neuen Bierkönigin Kathrin III. 
  • Zötler Mitarbeiter Jubiläen 
  • Ausflugsziele im Allgäu 
  • Zötler Gastro Akademie 
  • 1.FC Sonthofen feiert 90-jähriges Jubiläum 
  • Team "Allgäu-Dirndl-Power" auf der Rallye Allgäu Amman 
  • 8. Zötler Allgäu Laserliga 
  • Rezept der Senior Chefin
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Artikel zum Reinschnuppern...
Zötler Umweltpreis


7 Prozent Mehrwertsteuer auf Gastfreundschaft!

Die Wirte und Hoteliers haben recht!


Was die Gastronomen in ganz Deutschland – insbesondere aber in den grenznahen Regionen wie im Allgäu – auf die Palme bringt, sind die unterschiedlichen Mehrwertsteuer-Sätze auf gastronomische Leistungen in den verschiedenen Ländern. In Österreich gilt beispielsweise für Gastronomie und Hotellerie ein ermäßigter Steuersatz von 10 Prozent, in Deutschland kassiert der Fiskus aber 19 Prozent. 22 von 27 EU-Mitgliedstaaten haben ihrer Hotellerie bereits die Mehrwertsteuer gesenkt. Dort gelten Sätze zwischen drei und zehn Prozent. Dies führt gerade in Regionen wie im Allgäu zu kuriosen und unsinnigen Wettbewerbsverzerrungen. Wie soll man dem Gast diese Preisdifferenz auch vermitteln??
Grünes Licht für dieses Anliegen der Gastronomen hat vor kurzem der EU-Finanzministerrat gegeben: Überall in Europa kann eine reduzierte Abgabe für Restaurants und Hotels eingeführt werden. Der Bundestag mit Kanzlerin Angela Merkel aber stellt sich quer. Nachdem man mit irrsinnigen Summen die Bankenlandschaft versucht hat, zu sanieren, befürchten die Politiker offensichtlich Einbrüche bei den Steuereinnahmen.

Die Gastwirte fordern keine Privilegierung und keine stattlichen Subventionen, sondern eine längst überfällige Chancengleichheit in Deutschland (z.B. gegenüber Bäckereien, Metzgereien und dem Lebensmitteleinzelhandel) und Europa.Tourismus-Regionen wie das Allgäu sind ohne funktionierende, ohne finanziell abgesicherte Gastronomie und Hotellerie undenkbar! Und nur wenn sich Leistung in unserem Land wieder lohnt, wird es weiterhin begeisterte, gast-freundliche und engagierte Gastronomen geben, die sich mit ihren Mitarbeitern um die vielfältigen Anliegen und Wünsche der Gäste kümmern. Deshalb müssen solche Wettbewerbsverzerrungen vom Tisch. Und deshalb unterstütze ich diesen Kampf der Wirte vorbehaltlos! Wer in unserem Land keine Lobby hat, der muss für seine Anliegen kämpfen und auf der Strasse auf seine Forderungen aufmerksam machen.

Die vor uns liegenden Wahlen bieten sicher ein geeignetes Umfeld, um alle Politiker mit diesen gastronomischen Forderungen zu konfrontieren. Und sie nach der Wahl bei ihren Abstimmungen zu kontrollieren.

Helfen auch Sie mit, dass hier wieder Chancengleichheit herrscht und das Allgäu weiterhin solch’ eine Vielfalt an gastronomischen Leistungen anbieten kann! Informieren Sie sich auf dem Online-Portal des Hotel- und Gaststättenverbandes unter www.ProSiebenProzent.de. Dort können Sie auch online abstimmen.

In diesem Sinne,
Ihr Herbert Zötler



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