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Zötler Post Nr. 90 / Frühjahr 2013
Lesen Sie in der neuen Zötler Post...
- Das Bier schmeckt: 1447
- Berg-Limonade "Heugäuer"
- Mit "Conrat und Lisl" in ein neue Zeitalter
- Die Gründerfiguren Conrat und Lisl
- Maibock - für Kenner
- Russ`n Halbe/Radler
- Gold und Silber
- Veranstaltungen und Events - April bis September 2013
- Brauerei unterstützt Euregio
- Vollmonfest und Vollmondbier
- Ihr Fest in besten Händen - mit dem Zötler-Fest-Service
- Die große Freiheit - Bewahrung der eigenen Unabhängigkeit
- "Zötler Braukunst" nach Allgäuer Sagen
- Zötler Freundeskreis heißt euch willkommen
- Was macht eigentlich Niklas Zötler
- Der Heimdienst bringt`s
- Zötler Post verändert sich
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Alles in Ordnung - oder?
Wir haben im Allgäu einen sehr schönen Winter hinter uns und hoffentlich einen gleich schönen Sommer mit vielen durstigen Menschen vor uns. Trotz aller Unkenrufe hält sich die deutsche Wirtschaft stabil, auch wenn der Rest der Welt mehr oder weniger schwächelt. Alles in Ordnung also? Wie man’s nimmt. Die Energiewende wurde allerorten proklamiert, die Umsetzung aber wird schwierig. Nehmen wir nur die überlebenswichtige Strom-Trassenführung von Nord nach Süd. Wenn hier weiterhin jeder größere Strommast boykottiert wird, müssen wir bald die Österreicher nach Strom fragen. Mit der Forcierung alternativer Energien ist es ähnlich: Jeder will prinzipiell die Nutzung der kostenlosen Windenergie – aber möglichst nicht in seiner Nähe.
Die Finanzkrise hat (leider) zu einer neuen Staatsgläubigkeit geführt, aber statt die Finanzwelt mit Gesetzesauflagen neu zu ordnen, mischt sich der Staat immer mehr in der Wirtschaft ein. Dazu müsste er aber „Wirtschaften“ besser können als die Wirtschaft! Und dass das nicht funktioniert, wissen wir seit Zeiten der DDR und Sowjetunion ja nun wirklich. Bankenregulierung ist längst überfällig – aber zum Schutz der Bürger, nicht der Geldgeber. Nötig wären aus meiner Sicht höhere Eigenkapitalanforderungen an die Banken. Es müsste klar sein, dass im Ernstfall zukünftig nicht die Steuerzahler, sondern Aktionäre und Gläubiger für deren Schulden haften – das wäre dann Marktwirtschaft! Aber von dieser Art Bankenregulierung sind wir in Deutschland und in Europa noch weit entfernt.
Im Herbst sind in Deutschland und in Bayern wichtige Wahlen: Aber was sind die Alternativen? In der Region können wir Persönlichkeiten wählen, weil wir hier die Politiker kennen. Genauso wie wir uns für regionale Produkte, für regionale Biere entscheiden – weil wir die Menschen kennen, die hinter diesen Produkten stehen. Und weil sich hier über viele Jahre und Jahrzehnte ein Vertrauen entwickelt hat. Dieses Vertrauen muss die große Politik erst wieder zurückgewinnen, sonst verlieren die Traditionsparteien ganz schnell die erforderlichen Mehrheiten. Damit ist aber – wie in anderen Ländern zu sehen – keinem gedient!
Ihr Herbert Zötler
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